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Tagesausflug nach Suwon: Festungsmauern und königliche Geschichte

14. November 20256 Min. Lesezeit

Suwon liegt nur 30 Minuten südlich von Seoul und ist damit einer der einfachsten und lohnendsten Tagesausflüge von der Hauptstadt aus. Die Hauptattraktion der Stadt, die Hwaseong-Festung, repräsentiert einen einzigartigen Moment in der koreanischen Geschichte, als König Jeongjo versuchte, eine ideale Stadt zu errichten, die seinen zu Unrecht hingerichteten Vater ehrte. Das Ergebnis ist eine UNESCO-Welterbestätte, die bemerkenswert intakt geblieben ist.

Hwaseong-Festung: Wanderung auf den Mauern

Die Festungsmauern erstrecken sich 5,7 Kilometer um Suwons altes Stadtzentrum. Zwischen 1794 und 1796 erbaut, integrierten sie die neueste Militärtechnologie der Ära und folgten dabei konfuzianischen Prinzipien der Stadtplanung. Sie können den gesamten Rundgang in etwa 2-3 Stunden gehen. Der Weg ist gepflastert und zugänglich, obwohl einige Abschnitte Treppen beinhalten. Höhepunkte sind Hwaseomun (Westtor), Janganmun (Nordtor) und die verschiedenen Wachtürme und Kommandoposten entlang der Route. Beginnen Sie am Paldalmun (Südtor), nahe dem traditionellen Markt. Das Touristeninformationszentrum hier bietet Karten und Kontext. Gehen Sie gegen den Uhrzeigersinn, um die fotogensten Abschnitte bei gutem Licht zu erwischen. Der Eintritt zur Mauerwanderung ist kostenlos. Einzelne Strukturen wie der Hwaseong Haenggung (Temporärpalast) erheben kleine Eintrittsgebühren. Ein Kombiticket deckt alles für etwa 6.500 Won ab.

Haenggung und die Geschichte des Königs

Der Hwaseong Haenggung diente als Temporärpalast von König Jeongjo während seiner Besuche aus Seoul. Es ist der größte Temporärpalast in Korea und wurde wunderschön restauriert. Der Palast bietet zu festgelegten Zeiten Kampfkunstvorführungen und traditionelle Aufführungen – prüfen Sie den Tagesplan am Eingang. Der Komplex ist größer als erwartet, mit mehreren Innenhöfen und Gebäuden zum Erkunden. König Jeonjos Geschichte fügt dem Besuch emotionale Tiefe hinzu. Sein Vater, Kronprinz Sado, wurde hingerichtet, indem er von seinem eigenen Vater in eine Reiskiste eingeschlossen wurde. Jeongjo baute Hwaseong teilweise, um seinen Vater zu ehren und dessen Grab zum nahe gelegenen Yungneung zu verlegen. Die Verschmelzung von Sohnespflicht und politischem Ehrgeiz ist sehr koreanisch. Das Festungsgelände umfasst einen kleinen Bogenschießplatz, wo Sie traditionelles koreanisches Bogenschießen für ein paar tausend Won ausprobieren können. Es ist touristisch, aber macht Spaß.

Essen und praktische Details

Suwon-Galbi (Rinder-Kurzrippen) ist legendär. Die marinierten Rippen sind größer als typisches Galbi, und die Stadt ist stolz auf dieses Gericht. Das ursprüngliche Restaurantviertel liegt nahe dem Paldalmun-Tor – Yeonpo Galbi und Samwon Garden sind etablierte Namen, obwohl die Preise den Ruf widerspiegeln. Für günstigere Optionen bietet Suwons traditioneller Markt (Paldalmun-Markt) Street Food und lokale Restaurants. Es ist einer der größten traditionellen Märkte Koreas und einen Besuch wert für seine Energie. Von Seoul nehmen Sie die U-Bahn-Linie 1 zum Bahnhof Suwon (etwa 1 Stunde) oder den KTX für eine schnellere Fahrt. Vom Bahnhof erreichen Busse das Festungsgelände in 10-15 Minuten. Taxis sind auch günstig und praktisch. Kombinieren Sie Suwon mit dem Koreanischen Volksdorf (20 Minuten mit dem Bus) für einen vollen Tag. Das Volksdorf ist touristisch, bietet aber Kontext für traditionelles koreanisches Leben. Zusammen ergeben sie einen soliden 8-10-Stunden-Tagesausflug.

Fazit

Suwon beweist, dass bedeutende historische Stätten keine Übernachtungen oder komplizierte Logistik erfordern. Die Festung ist zugänglich, gut gepflegt und bietet eine greifbare Verbindung zu Koreas Joseon-Dynastie. Fügen Sie exzellentes Essen und einfache Zuganbindung von Seoul hinzu, und Sie haben einen der besten Tagesausflüge Koreas. Kommen Sie für die Mauern, bleiben Sie für das Galbi.

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